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Landrat Frank Steffen und Leiterin Agrarentwicklung Alexandra Wolff beim offiziellen Erntestart im Groß Rietz vor Ort

Rund 500 Landwirtschaftsbetriebe und mehr als 84.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche gibt es in unserem Landkreis, 60 Prozent davon werden durch Mitglieder des Kreisbauernverbandes genutzt. Dieser lud unter ihrem Vorsitzenden Hartmut Noppe am Donnerstag zum offiziellen Erntestart nach Groß Rietz ein. Neben Landrat Frank Steffen und der Leiterin für Agrarentwicklung Alexandra Wolff, waren unter anderem Landwirt Matthias Schulze aus Görzig und Landwirtin Caroline Kiesow, gleichzeitig stellvertretende Vorsitzende des Kreisbauernverbandes am Feldrand vor Ort.

Hartmut Noppe zeigte sich mit den aktuellen Erntebedingungen noch nicht ganz zufrieden: „Hinter uns steht die Wintergerste, da wird es mit der Ernte heute schwierig. Es sollte nur 14,5 Prozent Feuchte im Korn sein. Aktuell gehe ich durch den vielen Regen von 16 Prozent aus.“

Mit einem Getreide-Schnellfeuchtmesser übernahm Caroline Kiesow die Prüfung und bestätigte nach der Messung die Vermutung von Hartmut Noppe: „16,6 Prozent Feuchte, das ist leider zu viel. Ich denke, erst am Samstag oder Sonntag wird es mit der Ernte klappen.“

Die Landwirte und Landwirtinnen nutzten das Gespräch mit Landrat Frank Steffen und Agrarentwicklerin Alexandra Wolff, um die brennenden Themen anzusprechen: „Den Bauern wurde bürokratische Erleichterung versprochen, ein Entlastungspaket war angekündigt. Jetzt ist es da und es ist kein Paket, sondern eine Postkarte“, so Hartmut Noppe.

Frank Steffen sicherte zu, was immer in seiner Verantwortung als Landrat oder im Amt für Landwirtschaft, Veterinär- und Lebensmittelüberwachung läge, würde er mit Augenmaß und im Sinne der lokalen Landwirtschaft betrachten: „Wir appellieren auch regelmäßig nach oben, bei neuen Vorschriften und Regeln eine Pause einzulegen und die Bürokratie flach zu halten.“

Als weiteres Vorhaben soll die regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse weiter gestärkt und ausgebaut werden. „Die Nachfrage in der Bevölkerung ist da, wir müssen die Produktvermarktung zum Beispiel in regionalen Arbeitsgruppen nur noch zielgerichteter vorantreiben“, so Landrat Frank Steffen.

Datum: 5. Juli 2024